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Diese Krise ist anders, weil sie nicht hausgemacht ist. Die Frage „Was ist schief gelaufen?“ stellt sich nicht. Ringt sonst die Unternehmenskommunikation um Erklärungen, wie sich der Schaden in der Außenwirkung begrenzen lässt, ruft die Corona-Krise vor allem die internen Kommunikationsexperten auf den Plan: Nie war für die betriebliche Existenz ein glaubwürdiger und vertrauensvoller Umgang mit den Mitarbeitern wichtiger. Und nie war die Kraft, Unmögliches möglich zu machen und Neues auszuprobieren über alle Hierarchieebenen hinweg spürbarer. Und das wird wohl in den nächsten Monaten noch so bleiben. Denn der Ausnahmezustand wird zur neuen Normalität. Dieses Momentum zu nutzen und die Normalität 2.0 aktiv mitzugestalten, ist Aufgabe der Internen und Change-Kommunikation: Auf dem Erlebtem aufbauen und Transformationsvorhaben neu bewerten und vorantreiben – darum muss es jetzt gehen.

Erfahrungsschatz für die Kommunikation heben

Das hohe Tempo in der Corona-Krise fordert von jedem Einzelnen in den Unternehmen, seine eigenen Strategien zu entwickeln, um trotz allem fokussiert bei der Sache zu bleiben. Remote-Arbeiten bringt eine neue Dynamik. Diesen Erfahrungsschatz gilt es nun zu heben, z.B. über eine breit angelegte, digitale Erfahrungs- und Erwartungsabfrage oder in regelmäßigen, virtuellen Teamgesprächen: Was haben wir erlebt? Was wollen wir beibehalten und was hat nicht so gut funktioniert? Wie können wir die neuen Erfahrungen nutzen, um unser Geschäft mit neuen Impulsen wieder in Gang bzw. voranzubringen? Die Ergebnisse liefern wertvollen Input für den weiteren Dialog und die interne Themenplanung.

Content-Check: Stimmen unsere Ziele und Botschaften noch?

Viele Unternehmen haben zu Jahresbeginn die Mannschaft auf ein Ziel eingeschworen und erklärt, was gefordert ist. Durch den Shutdown sind manche in ihren Vorhaben komplett ausgebremst worden und müssen jetzt wieder Fahrt aufnehmen, andere haben einen regelrechten Boost ihrer Transformationsvorhaben erlebt.

Jetzt ist es an der Zeit, strategische Ziele, Maßnahmen und Botschaften zu überprüfen: die jüngsten Erfahrungen mit laufenden Veränderungsprozessen abgleichen, Ziele justieren, Projekte priorisieren und den Blick nach vorne richten. Was wird jetzt wichtig für die nächsten Monate? Hier ist vor allem das Management gefordert, die richtigen Antworten zu finden. Gut, wenn sie dabei auf Ergebnisse einer wie oben beschriebenen Erfahrungsabfrage zurückgreifen können. Die Rolle der Kommunikatoren ist es, diesen Prozess zu begleiten, auf Brüche zu „Vor-Corona-Zeiten“ hinzuweisen und die Dinge neu zu erklären.

Gestärktes Wir-Gefühl für neue Themen und Identifikation nutzen

Wir können mehr, wir können schnell, wir können digital und agil. Wir leisten mit pragmatischen und kreativen Lösungen einen wertvollen Beitrag für Kunden und die Gesellschaft. Diese Erfahrungen machen stolz und stärken das Wir-Gefühl. Ein Pfund für Kommunikatoren: Lassen Sie die Mitarbeiter ihre persönlichen Geschichten erzählen – von Helden, die vor Ort die Stellung halten, über Erfahrungen aus dem Homeoffice oder Aha-Erlebnisse im Umgang mit neuen digitalen Formaten und Arbeitsweisen. Geben Sie Management und Mitarbeitern in den internen Medien Raum, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Vielleicht steckt in dem neuen Wir-Gefühl auch das Potenzial, vorhandene Leitbilder und Mindsets zu überdenken. Das zu durchleuchten und Formate zu entwickeln, die in der neuen Normalität funktionieren, ist ebenfalls Aufgabe der Kommunikation.

Impulse für neues Führungsverständnis und Zusammenarbeit aufgreifen

Vieles von dem, was Führungskräfte und Mitarbeiter gerade erleben, z.B. digitales Arbeiten im Homeoffice, mehr Eigenverantwortung und Neues einfach mal ausprobieren, wird nicht von alleine neuer Alltag. Alte Routinen sind stark. Das, was als Beschleuniger für Transformation erlebt wird, muss gezielt aufbereitet werden, wenn es kein bloßer Exkurs in eine neue Welt bleiben soll. Hier braucht es einen Prozess, in dem die Erfahrungen bewertet und daraus neue Regeln der Zusammenarbeit und Führung abgeleitet werden. Die Interne Kommunikation kann hier mit geeigneten Formaten den Austausch fördern und Formulierungsangebote machen.

Eine Menge zu tun für interne Kommunikatoren. Wir unterstützen Sie gerne dabei, diese spannenden Aufgaben anzugehen. Sprechen Sie uns einfach an.